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„BRONZE“ FÜR DIE BLÄSERKLASSE G 6B

Den 3. Platz errang die Bläserklasse G 6b beim Bläserklassenwettbewerb Bw-Musix in Balingen am 6. Oktober 2016. Bei der Veranstaltung, die vom Militärmusikdienst der Bundeswehr und der Firma Yamaha ausgerichtet wurde, erreicht die Klasse von Markus Tumbrink 91,44 von 100 Punkten. Die Kinder freuten sich riesig über diese Auszeichnung, wussten sie doch, dass Ergebnisse von mehr als 90 Punkten im Sinne der Wettbewerbsordnung als „sehr gut“ betrachtet werden können. Bei der Siegerehrung wurde außerdem deutlich, wie nah die aus drei Bundesländern angereisten Klassen auf den vorderen Plätzen beieinander lagen. Teils entschieden nur Zehntelpunkte über den endgültigen Rang. Stolz präsentieren die Kinder hier ihre Gewinne: Die Urkunde und den Pokal für das Klassenzimmer sowie zwei Notengutscheine im Wert von insgesamt € 150,-.

Nach dem Auftritt vor einer vierköpfigen Fachjury, die aus Profis der Bundeswehr-Blasorchester sowie einem Yamaha-Vertreter bestand, gab es für jede Bläserklasse ein Feedback-Gespräch. Kapitänleutnant Andreas Siry, stellvertretender Leiter des Marinemusikkorps Kiel, lobte unter anderem die saubere Artikulation und Intonation sowie die sehr gute Dynamik. Er zeigte sich insgesamt äußerst begeistert, wie sicher die Kinder nach nur einem Jahr auf ihren Instrumenten spielten.

Die Preisverleihung war umrahmt von einem Konzert des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen, bei dem bei zwei Stücken sogar ausgewählte Bläserklassenkinder mitspielen durften.

Zum weiteren Programm des Wettbewerbstags gehörte das Einstudieren neuer Stücke für das in unterschiedlichen Workshops. Zusammen mit allen anwesenden Bläserklassen erklangen nach dieser Vorbereitung im dort so bezeichneten „Massenchor“ unter der Leitung von Andreas Siry die Starsplitter Fanfare sowie Skyfall und Musik aus Beauty And The Beast. Das sorgte sowohl bei den etwa 300 jungen Musikern als auch bei den und den Zuhörern erneut für Gänsehaut.

Bericht von Markus Tumbrink (Oktober 2016)

 

CELLOKONZERT AN DER ST. ANGELA-SCHULE

Fotos von Werner Henn (September 2016)

 

WIR FÜLLEN DAS STADION

"Wir füllen das Stadion - größtes Orchester der Welt" - der Weltrekordversuch für einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde ist am 9.7.in der Commerzbank-Arena in Frankfurt geglückt. 50 Schülerinnen der SAS waren beteiligt, als 7.548 Musikerinnen und Musiker zusammen musizierten. Auf dem Programm standen Auszüge aus Beethovens 9. Sinfonie, aus Andrew Lloyd Webbers Rekord-Musical "Starlight-Express", aus Antonin Dvoraks 9. Sinfonie sowie der Titel "Music was my first Love" von John Miles.

Kommentare der überwältigten Schülerinnen: Riesig! - Es war echt krass, super, toll! - Gänsehaut pur - Davon kann ich noch meinen Enkeln erzählen - Ein Tag, den wir niemals vergessen werden - Wir sind Weltmeister! - Ein atemberaubender Klang - Selbst der Dirigent war überwältigt vom dem gewaltigen Klang - "Music was my first love and it will be my last".

Bericht von Markus Tumbrink (Juli 2016)

 

MASTERS AND HEROES - GROßES SCHULKONZERT AM 01.06.2016

Fotos von Wolfgang Riedel (Juni 2016)

 

VON TUTEN UND BLASEN KEINE AHNUNG? DIE KLEINEN ZEIGEN ES DEN GROSSEN!

Weit über 1.000 Bläserklassen gibt es inzwischen in Deutschland – in Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien ebenso wie in Musikschulen oder Musikvereinen. Dennoch gibt es natürlich immer noch viele Musikhändler und Musiklehrer, in deren Heimat es noch keine Bläserklasse gibt und die sich mit dem Thema nicht richtig auskennen. Etwa 70 solcher Menschen aus der gesamten Republik kamen auf Einladung der Firma Yamaha in ein Hotel in der Innenstadt von Fulda, um auf diesem Gebiet fit zu werden. Die einen wollten erfahren, wie sie als Händler ihre Kunden bei der Gründung einer neuen Bläserklasse gut beraten können. Die anderen wollten hören, wie es gelingen kann, 28 Kinder gleichzeitig auf sieben verschiedenen Blasinstrumenten zu unterrichten. Damit bei der Veranstaltung nicht nur theoretisiert werden sollte, wurde kurzerhand eine echte Bläserklasse eingeladen: Die Bläserklasse G 5b der St. Angela-Schule Königstein.

In einem Programm von etwa 45 Minuten präsentierten die Mädchen mit ihrem Musik- und Klassenlehrer Markus Tumbrink große Teile ihres jüngsten Konzertes. Außerdem wurden die Gäste auf eine kleine Zeitreise mitgenommen, in der sie erleben konnten, wie man von den ersten fünf Tönen und ohne Notenkenntnisse zu den ersten mehrstimmigen Konzertstücken gelangen kann. Die Zeitreise endete im Jetzt, als Probenausschnitte aus dem aktuellen Stück „Star Wars (Main Theme)“ geübt wurden. Das Klassenmaskottchen, ein Maulwurf namens Josefine, spielte dabei eine Solo-Rolle. Je nach benötigter Silbenzahl musste das Tierchen für Sprechübungen herhalten: Für eine halbe Note mit zwei Schlägen braucht es zwei Silben: „Maul-wurf“. Für eine ganze Note mit vier Schlägen oder wie in unserem Fall zwei übergebundene halbe Noten benötigt man vier Silben: „Jo-se-fi-ne“. Unter Beteiligung des Publikums und mit weiteren Tiernamen wurde so der neue Rhythmus von „Star Wars“ eingeübt: „Maul-wurf Jo-se-fi-ne Hund Ka-tze…“. Beendet wurde die Präsentation mit den Konzertstücken „Slip and Slide“ sowie einer flotten Version von „When The Saints Go Marching In“.

Nach diesem besonderen Konzert gab es erst einen verdienten Applaus, danach ebenso verdiente Curry-Wurst mit Kartoffelecken aus der 4-Sterne-Hotel-Küche. Doch damit nicht genug. Anschließend kam der vielleicht aufregendste Teil des frühen Abends: Kinder bringen den Lehrern einen Ton auf ihrem Instrument bei. Die Szenen, die sich dem Betrachter nun boten, sind kaum in Wort zu fassen. Im Seminarraum und auf den Gängen verteilten sich in kleinen Gruppen Fünft-Klässlerinnen, die immer alleine oder zu zweit einem des Blasens unkundigen Musiklehrer zeigten, wie man das entsprechende Instrument aus dem Koffer holt und unfallfrei zusammenbaut. Es folgten Vorübungen ohne und mit Mundstück zur Tonerzeugung und vorsichtige Versuche, dem ungewohnten Rohr einen ersten Ton zu entlocken.

Am Ende wurde das Klassenziel nicht nur erreicht, sondern übertroffen. Von allen Seiten kamen Rückmeldungen der Mädchen: „Herr Tumbrink, mein Schüler hat nicht nur einen sondern fünf Töne hingekriegt“. Schon lange konnte man nicht mehr so viele stolze und strahlende Schülerinnen und ebensolche Lehrer sehen. Und man musste sich immer wieder klar machen, dass die Rollen hier ja vertauscht waren!

Ein Teilnehmer fasste seine Eindrücke später per Mail folgendermaßen zusammen: „ Das praktische Beispiel der BläserKlasse vor Ort hat mir besonders gut gefallen. Bis dahin hatte ich keine Ahnung, dass eine Bläserklasse unter guten Voraussetzungen nach nur einem halben Jahr ein Konzert mit mehreren Stücken spielen kann.“

Bericht von Markus Tumbrink (März 2016)

 

Kammerkonzert in der St. Angela-Schule

Fotos von Madeleine Spindler (März 2016)

 

Winterkonzert in der St. Angela-Schule - Chorklassen R6a und R6b, Vororchester

Fotos von Marcel Neeb (Februar 2016)

 

Faschingskonzert in der St. Angela-Schule - Bläserklassen 5b und 6b

Fotos von Marcel Neeb (Februar 2016)

 

ADVENTSKONZERT IN ST. KATHARINA - CONCERT BAND UND YOUNG BAND

Durch Anklicken des Bildes gelangen Sie zu weiteren Fotos des Adventskonzertes.

Fotos von Wolfgang Riedel (Dezember 2015)

 

ADVENTSMEDITATION IN DER KLOSTERKIRCHE - CHOR, KLASSENCHÖRE G 6 UND ORCHESTER

Durch Anklicken des Bildes gelangen Sie zu weiteren Fotos der Adventsmeditation.

Fotos von Wolfgang Riedel (Dezember 2015)

 

PROJEKT „FilMusik“ DES MUSIKKURSES Q2

Im Rahmen der Initiative kunstvoll der Kulturfonds FrankfurtRheinMain werden die St. Angela-Schule und die Musikschule Bad Soden in diesem Schuljahr in einem ganz besonderen Projekt mit dem Namen „FilMusik“ gefördert. Neben den Kulturfonds FrankfurtRheinMain wird das Projekt durch die Stadt Bad Soden, die Carola Ludwig Stiftung sowie den Förderverein der Musikschule Bad Soden unterstützt.

In Kooperation mit der Musikschule Bad Soden und einem Team aus Dozenten der Musikschule (Maximilian Gärtner, Felicitas Kluge), der Musikhochschule Frankfurt (Prof. Müller-Hornbach) und dem Filmemacher Lars Kempel haben die Schülerinnen des Oberstufenkurses Musik der Q2 einen Dokumentarfilm über die aktuelle Flüchtlingssituation im Taunus gedreht und versucht, sehr persönlich an diese Thematik heranzugehen. Hierbei sind sie in die Rollen von Kameraleuten, Drehbuchautoren, Regisseuren, Reportern, Musikern und Komponisten geschlüpft und haben mit großem Engagement und viel Verantwortung den Dokumentarfilm selbst als auch die Musik zu diesem erstellt.

Am Ende der außergewöhnlichen und wertvollen Projektarbeit steht nun die öffentliche Präsentation des 45minütigen Films mit dem Titel „Fluchtpunkt“ bevor:

Die Premiere wird am Samstag, den 4. Juli 2015, um 16 Uhr in derStadtgalerie Bad Soden (im Alten Kurpark) stattfinden.

Hierzu möchten wir Sie und Euch sehr herzlich einladen und würden uns über ein großes Interesse an der Filmarbeit und der Flüchtlingsthematik im Taunus freuen!

Impressionen aus der Projektarbeit:

Der Musikkurs Q2 (Christine Henseler) und das Team des FilMusik-Projekts (Juni 2015)

BLÄSERKLASSE G 6B IN RIVA DEL GARDA

Ein buntes Fahnenmeer breitet sich auf dem Rathausplatz von Riva del Garda aus. Über 300 Bläserklassenschülerinnen und –schüler aus sechs Nationen sind in einer bunten Parade vom Kongresszentrum zum Rathaus gezogen, um vom Bürgermeister der Stadt am See in unterschiedlichen Sprachen begrüßt zu werden. Vielleicht war das am ehesten der Moment, in dem sich alle Mitwirkenden darüber klar wurden, dass sie Teil einer Idee sind, die sich in vielen Teilen Europas ausgebreitet hat und die dasselbe Ziel hat, nämlich gemeinsam mit Orchesterblasinstrumenten im Musikunterricht zu musizieren. Die Feststellung einer Schülerin „Guck mal, die Spanier haben ja dasselbe Heft wie wir!“, machte klar, dass trotz der unterschiedlichen Schwerpunkte der einzelnen Nationen sogar mit derselben Methode am gleichen Strang gezogen wird.

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Anlass der Zusammenkunft war das erste „Yamaha European Class Band Festival“, zu dem die Bläserklasse G 6b der St. Angela-Schule an den Gardasee eingeladen war. Im Rahmen des internationalen Blasorchesterwettbewerbs Flicorno D’Oro spielten sich acht Gruppen gegenseitig vor, was sie in den ersten 1 ½ Jahren Bläserklasse gelernt haben. Unter den Klassen aus Kilder in den Niederlanden, Wien, Genf, München, Madrid, der Toskana und von Sizilien war auch die Königsteiner St. Angela-Schule mit ihrem Musik- und Klassenlehrer Markus Tumbrink vertreten. Zwar nahmen die jungen Musiker außer Konkurrenz teil, eine internationale Jury hörte aber dennoch aufmerksam zu und überreichte nach dem Auftritt neben einer Teilnahmeurkunde auch einen kleinen Bewertungsbogen. Darin war zu lesen, dass die Stücke gut gewählt gewesen seien. Die Klasse habe so zeigen können, dass sie bereits verschiedene Stilrichtungen wie Pop- und Filmmusik, aber auch einen Marsch oder eine kleines, dramatisches Stück Programmmusik gut umsetzen kann. Besonders gelobt wurden ausdrücklich die gute Phrasierung, Dynamik, Artikulation und Intonation. Der deutsche Juror fügt noch mündlich hinzu: „Ich bin von der Leistung der Königsteiner Klasse beeindruckt. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, was man in 1 ½ Jahren erreichen kann. Das sollte eigentlich das Ziel sein.“

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Die Mädchen im Alter von 10-12 Jahren genossen ihren Auftritt im guten besetzten Kongresssaal und wurden mit aufbrausendem Applaus belohnt. Die Freue darüber war den strahlenden Gesichtern noch den ganzen Tag über anzusehen.

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Zeit, die Umgebung zu erkunden blieb neben den musikalischen Aktivitäten auch. Ein Spaziergang durch die Altstadt von Riva mit Besteigung des Torre Apponale stand ebenso auf dem Programm wie eine Schifffahrt in das malerische Malcesine und eine kleine Wanderung auf den Monte Brione am letzten Vormittag. „Das ist so schön hier! Können wir nicht hierbleiben?“, rief eine Schülerin angesichts des umwerfenden Panoramas vor strahlendblauem Himmel und genoss diese besondere Konzertreise. Allen war klar, dass eine Auslandsreise einer 6. Klasse in ein 3-Sterne-Hotel zu einem Konzertauftritt in diesem Rahmen etwas wirklich Außergewöhnliches war. Wenn es überhaupt irgendetwas Negatives zu sagen gab, dann, dass sich der Klassenlehrer bereits im März einen ganz leichten Sonnenbrand auf dem Kopf zugezogen hat…

Bericht von Markus Tumbrink (März 2015)

 

MUSIK HAUTNAH: HR-SINFONIEORCHESTER ZU BESUCH IN DER ST. ANGELA-SCHULE

Freitag, der 13. gilt im Volksmunde bekanntlich als Unglückstag, nicht so aber für die Schülerinnen der St. Angela Schule Königstein. Am Freitag, den 13. März, wurde ihnen nämlich das Privileg zuteil, Gastgeber für das hr-Sinfonieorchester zu sein. Im Rahmen einer Schultour besuchte das weltbekannte Orchester acht Schulen, um jungen Menschen eine ganz andere Seite der Musik als die allgegenwärtige Popmusik näher zu bringen.

Über tausend Schülerinnen, das Kollegium, sowie auch einige interessierte Eltern waren der Einladung gefolgt. Von den Abiturientinnen, die an diesem Tag Klausur schreiben mussten, hörte man im Vorhinein einige enttäuschte Bemerkungen, dass sie diese einmalige Gelegenheit verpassen mussten. Bereits ein Blick in die große Halle der Schule bot einen imposanten Eindruck. "Musik hautnah", so könnte wohl das Motto des Konzerts lauten, denn eine räumliche Trennung von Orchester und Auditorium bestand nur in Form einiger Zentimeter. Nach einer kurzen Begrüßung hob der junge Dirigent Chin-Chao Lin dann auch sofort den Taktstock und leitete das Konzert mit dem feurigen "Lied des Torero" aus der Oper Carmen ein. Nachdem ein erstes begeistertes Raunen der Wiedererkennung durch die Reihen gestrichen war, wich das Geflüster einer aufmerksamen Stille, die erst von dem tosenden Applaus am Ende des Stücks unterbrochen wurde. Doch auch die Schülerinnen hatten eine Begrüßung vorbereitet, sodass der musikalische Gruß direkt von der Young Band, den 46 Bläserinnen der Klassen 7 und 8, erwidert wurde.

Den Wiedererkennungseffekt, der bereits beim Eröffnungsstück aufgetreten war, dürfte im Verlauf des Konzerts immer wieder aufgetreten sein, war die Werkauswahl doch extra auf das junge Publikum zugeschnitten worden. Auch die folgende "Morgenstimmung" von Edvard Grieg war einigen Schülerinnen bekannt, wirkte live von 45 professionellen Musikern jedoch natürlich viel eindrucksvoller. Es folgte der lebende Beweis, dass klassische Musik keinesfalls Schnee von gestern ist. Mit einem besonderen Arrangement (Höller/Schmidt) von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie verbanden die Musiker Klassik und aktuelle Filmmusik miteinander, waren doch gewisse Bezüge zu dem Film "Mission Impossible" erkennbar. Auch einige der anderen Stücke waren extra für die Tour arrangiert oder gekürzt worden, um den zeitlichen Rahmen an das Alter des Publikums anzupassen.

Insgesamt reichte das Programm einmal quer durch die Musikgeschichte von Johann Sebastian Bach als Vertreter des Barocks bis hin zu dem georgischen Komponisten Aram Chatschaturjan als Künstler der Moderne, sodass für jeden etwas dabei gewesen sein dürfte. Ein weiteres besonderes Klangerlebnis bildeten die Auftritte der Solisten wie beispielsweise in Bachs Oboenkonzert, denn sie ermöglichten es den Schülerinnen, noch einmal gesondert einzelne Klangfarben herauszuhören.

Die Moderation übernahm Stefan Hoffmann vom Hessischen Rundfunk. Mit viel Witz machte er es sich zur Aufgabe, das junge Publikum mit in das Geschehen einzubeziehen. Die verschieden stark ausgeprägten musikalischen Vorbildungen wurden dabei bestmöglich genutzt. Die Schülerinnen der Bläserklassen beispielsweise warfen bei einer Frage nach den teilnehmenden Holzblasinstrumenten begeistert ihre Kenntnisse ein und zeigten stolz ihr Wissen. Für diejenigen, die diese Frage auf Anhieb vielleicht nicht hätten beantworten können, gab es dafür ein wenig musikalisches Grundwissen mit auf den Weg. Die älteren Schülerinnen konnten die Gelegenheit nutzen, einmal zu testen, wie viel Wissen aus dem langjährigen Musikunterricht hängen geblieben war, wanderte Herr Hoffmann doch einmal durch die musikalischen Epochen und streute ganz nebenbei Fachbegriffe wie die Sonatenhauptsatzform ein. Während die einen also wissend nicken konnten, fiel es den anderen trotzdem nicht schwer, der Moderation zu folgen. Besonders fasziniert wurden die altertümlichen Instrumente bestaunt, hatte die Vorfahrin der Trompete doch noch keine Ventile und die Vorgängerin der Klarinette lediglich Löcher anstatt Klappen gehabt.

Doch nicht nur der Moderator gab sich offen und gesprächig, auch die Musiker sowie der Dirigent beantworteten bereitwillig alle Fragen, die die Schülerinnen vorbereitet hatten. Auf diese Weise konnte nicht nur Musik auf höchstem qualitativen Niveau genossen werden, sondern auch ein Einblick in das Alltagsleben der Musiker gewonnen werden. Darüber hinaus zeigte sich in diesem Zuge erneut, dass sich eine Vorliebe für klassische Musik und andere Stilrichtungen keinesfalls ausschließen müssen, ergab eine Umfrage im Orchester doch, dass von Jazz bis hin zu Rockmusik zu jeder Stilrichtung ein Anhänger gefunden werden konnte.

Den Höhepunkt für acht Schülerinnen bildete wohl die Möglichkeit, beim Schlussstück, Antonin Dvoráks Finale aus der 9. Sinfonie, selbst im Orchester mitspielen zu dürfen und bereits vorher zwischen den Musikern zu sitzen. Dabei waren die Teilnehmerinnen bunt gemischt aus den Klassenstufen 8 bis Q4 und auch die Instrumente reichten von Violinen über verschiedene Holzbläser bis hin zu einer Posaune als Repräsentantin der Blechbläser. Eine Schülerin wurde sogar kurzfristig noch angeheuert und half tatkräftig als Percussion-Spielerin mit. Einmal Teil eines professionellen Sinfonieorchesters sein zu dürfen, war wohl ein ganz besonderes Erlebnis, das sie so schnell nicht wieder vergessen werden!

Mit diesem musikalischen Beitrag endete dann auch das sehr gelungene Konzert, bei dem der tosende Beifall für sich selbst sprach. Die lockere Atmosphäre, geschaffen durch die mitreißende Moderation sowie die Musiker, die auch mal die ein oder andere Anekdote aus den Proben verrieten, sorgte in Kombination mit den großartigen musikalischen Beitragen dafür, dass der Applaus kaum enden wollte. Schließlich mussten sich die Musiker dann aber doch verabschieden, wurden sie doch bereits sehnsüchtig in der nächsten Schule erwartet.

Bericht von Alexandra Küster (Q4, März 2015)

 

PROMINENTER BESUCH: DAS HR-SINFONIEORCHESTER AN DER ST. ANGELA-SCHULE

Im Rahmen seiner Schultour war das hr-Sinfonieorchester am 13. März zu Gast an unserer Schule und sorgte mit seinem einstündigen Konzert für wahre Begeisterungsstürme bei den Schülerinnen und Lehrkräften, die sich in der großen Halle im Hauptgebäude der Schule eingefunden hatten. Auf Initiative der Fachschaft Musik hatte unsere Schule um einen Auftritt des weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannten Orchesters beworben – und das große Los gezogen. Die St. Angela-Schule ist eine von nur acht Schulen in ganz Hessen, die für einen Auftritt ausgewählt wurde.

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Das hr-Orchester eröffnete sein Programm mit dem schwungvollen „Lied des Torero“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Als Gegengruß wurden die Gäste musikalisch durch die 46 Schülerinnen der Young Band mit dem bekannten Titel „The Time Warp“ empfangen.

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Die Moderation übernahm Stefan Hoffmann vom Hessischen Rundfunk, der sofort den richtigen Ton fand und die etwa 800 Schülerinnen und ihre Lehrkräfte mitzureißen verstand. Zwischen den Programmpunkten kamen beide Seiten miteinander ins Gespräch. Interessante Fragen z. B. nach dem Tagesablauf eines Profi-Musikers, dem privaten Musikgeschmack und dem Mitspracherecht der Orchestermitglieder bei der Stückauswahl ermöglichten einen Einblick in die Welt der klassischen Musikszene. Die Musikerinnen und Musiker ihrerseits boten mit der breit gefächerten Werkauswahl ein sehr ansprechendes Programm, das von den Schülerinnen begeistert verfolgt wurde. Drei solistische Auftritte zeigten die stilistische Bandbreite des hr-Sinfonieorchesters von einem barocken Oboenkonzert, über den berühmten Säbeltanz Chatschaturjans bis hin zu einem Arrangement des bekannten Jazz-Standards „The Girl from Ipanema“ in Kombination mit der „Air“ von Bach.

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Trotz der Größe der Veranstaltung konnte jeder einzelne Zuhörer das Zusammenspiel des Orchesters hautnah erleben, da es – anders als im Konzertsaal – keine räumliche Trennung zwischen Bühne und Publikum gab. Dementsprechend war die Stimmung vom ersten Moment an auf beiden Seiten ganz auf das Musikerlebnis fokussiert und löste sich immer wieder in lange anhaltendem Applaus.

Eine besondere Ehre wurde sieben unserer Schülerinnen zuteil, indem sie beim Schlussstück – dem Finale aus Dvoraks „Sinfonie aus der Neuen Welt“ – mitten im Orchester an der Seite von Profis mitspielen durften. Nach einer guten Stunde verabschiedete sich das hr-Sinfonieorchester mit Bernsteins „Mambo“ aus der „West Side Story“ und wurde mit frenetischem Beifall für diesen besonderen Auftritt belohnt. Eine lange Pause war den Musikerinnen und Musikern jedoch nicht vergönnt, da sie im direkten Anschluss eine weitere Schule auf ihrer Schultour besuchen sollten und deshalb zügig nach Hofheim weiterreisten.

Bericht von Monika Schumak und Marcel Neeb (März 2015)

 

HR-SINFONIEORCHESTER SPIELT IN DER SAS

Hessische Jugendliche stehen derzeit auf Deichkind, Robin Schulz und Cro. Dass es sich lohnt, auch mal Grieg, Bach oder Beethoven zu hören, beweisen die 45 Musiker des hr-Sinfonieorchesters bei einem exklusiven Konzert am Freitag, 13. März, um 9.15 Uhr in der St. Angela-Schule in Königstein. Natürlich wird der junge Dirigent Chin-Chao Lin auch die Schüler in das rund einstündige Programm einbeziehen, sie zum Mitspielen einladen und möglicherweise den Taktstock an einen mutigen Jugendlichen weiterreichen. Schließlich bringt Moderator Stefan Hoffmann Schüler und Musiker miteinander ins Gespräch.

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Dirigent José Luis Gomez zeigt während der Schultour 2012 einem Schüler, wie man ein Orchester leitet.

Die St. Angela-Schule ist eine von acht hessischen Schulen, die für die Schultour 2015 ausgewählt wurden. Vertreten sind weitere Gymnasien in Marburg und Michelstadt, Gesamtschulen in Hofheim, Neu-Anspach und Hungen, die Mittelpunktschule Goldener Grund in Selters und eine Grundschule in Hanau.

Die 2008 gestartete Hessen-Schultour ist ein Projekt des hr-Sinfonieorchesters in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Musik und Schule“. Das in Kooperation von Hessischem Rundfunk und Hessischem Kultusministerium betreute Netzwerk begleitet mit vorbereitenden Unterrichtsmaterialien den Besuch der „Jungen Konzerte“, organisiert für Schulklassen Probenbesuche beim hr-Sinfonieorchester, lädt zum „Instrumenten-Zoo“ in den hr-Sendesaal ein und ermöglicht unter anderem auch den Besuch von hr-Musikern im Musikunterricht.

Das Programm der Hessen-Schultour 2015

• Georges Bizet: Carmen (Lied des Torero) • Edvard Grieg: Morgenstimmung • Ludwig van Beethoven: Mission Nr. 9 (Arr: Höller/Schmidt) • Johann Sebastian Bach (Oboenkonzert) • Johann Sebastian Bach/Antonio Carlos Jobim: Air From Ipanema (Arr.: Höller/Schmidt) • Aram Chatschaturjan: Säbeltanz (Arr.: Höller/Schmidt) • Leonard Bernstein: Mambo (aus „Westside Story“) • Antonin Dvorák: Finale aus der 9. Sinfonie (Arr.: Höller/Schmidt)

 

 

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