Geographie LK in „Mainhattan“

Geographie LK in „Mainhattan“

Frankfurt am Main veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise das Zusammenspiel von historischen Strukturen und moderner Stadtentwicklung. Um diese Prozesse nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu erfassen, unternahmen wir im Rahmen des Geographie-Leistungskurses der Q2 von Herrn Schäffer am 19.03.2026 eine Exkursion in die Stadt. Nach unserer Ankunft am Morgen mit der Bahn begaben wir uns zunächst in die Innenstadt, wo wir das Historische Museum besuchten. Dort erhielten wir eine Führung, bei der uns unter anderem verschiedene Stadtmodelle präsentiert wurden. Besonders eindrucksvoll war eine Glaskugel, in der unterschiedliche Modelle der Stadt Frankfurt aus verschiedenen Phasen dargestellt wurden. Diese veranschaulichte die städtebauliche Entwicklung im Laufe der Zeit.

Im Anschluss an den Museumsbesuch begann unsere selbst geplante Stadtführung. Bereits im Vorfeld hatten wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, die sich jeweils intensiv mit einem der beiden Themenbereiche „historisch-genetische Stadtgliederung“ und „Gentrifizierung“ auseinandergesetzt und dazu eigene Stationen vorbereitet hatten. Zunächst beschäftigten wir uns mit der historisch-genetischen Entwicklung Frankfurts. Dabei wurde erläutert, wo der Ursprung der Stadt liegt und wie sie sich im Laufe der Zeit räumlich ausgedehnt und strukturell verändert hat. An ausgewählten Standorten konnten wir nachvollziehen, wie sich historische Entwicklungen bis heute im Stadtbild widerspiegeln. Es wurde deutlich, dass viele dieser Strukturen weiterhin erkennbar sind und das heutige Stadtbild prägen.

Nach einer kurzen Mittagspause bei Goldies widmeten wir uns dem Thema Gentrifizierung. Hierfür bewegten wir uns durch verschiedene Stadtviertel, in denen soziale und bauliche Veränderungen besonders deutlich sichtbar wurden. Dabei konnten wir gut erkennen, wie einige Viertel durch Aufwertungsprozesse geprägt sind, während andere Bereiche bislang weniger davon betroffen sind. Der direkte Vergleich dieser Räume erleichterte es, die Prozesse der Gentrifizierung besser zu verstehen und bewusster wahrzunehmen.

Unsere letzte Station befand sich am Mainufer in der Nähe der Europäischen Zentralbank. Dort endete der inhaltliche Teil der Exkursion, bevor wir gemeinsam die Rückreise antraten. Die Exkursion hat uns die im Unterricht behandelten Inhalte auf anschauliche Weise nähergebracht und unser Verständnis für stadtgeographische Prozesse deutlich vertieft. Durch die direkte Beobachtung vor Ort konnten wir viele Zusammenhänge besser erkennen, wodurch sich unser Blick auf urbane Entwicklungen erweitert hat.